10 Jahre (März 1938)

Der Wald steht still und schweigend da,
ohne Regung stehen die Ähren im Feld.
Und eine ruft es der andern zu:
„Abend wird’s in der Welt“.

Abend! Ein Dörflein liegt hinter dem Berg.
Am Tage ist’s ohne Rast und Ruh;
doch am Abend sind Menschen und Tiere müd’,
die Augen fallen ihn’ zu.

Abend! Nach Müh‘ ist’s ein liebliches Wort,
es bedeutet nach Arbeit Rast und Ruh,
alles liegt still dann und freundlich da,
Friede geht drüber ab und zu.