Vorwort

von Sybil Gräfin Schönfeldt

Marianne wohnte mit den Eltern und einer jüngeren Schwester zwei Häuser über dem, in dem ich bei meinen Großeltern lebte. Sie kam 1933 in meine Volksschulklasse, als wir gerade lernten, mit Stäbchen die ersten Buchstaben zu legen, die ich längst kannte, aber falsch, spiegelverkehrt legte, weil ich ein Linkshänder bin.

Die anderen Kinder lachten darüber, und ich begann zu stottern, aber ihr war es gleichgültig. Wir gingen morgens zusammen zur Schule, wir gingen mittags zusammen heim, jeder musste Mittag essen und Schularbeiten machen, dann lief ich zu ihr, und wir spielten und spielten. (mehr …)

1930

Sabine Leibholz-Bonhoeffer mit Marianne
in Göttingen vor der Emigration